Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Gasometer Bebauung: Denkmalschutz ernst nehmen!

Das Bezirksamt und der Vorhabenträger wollen eine Innenbebauung des Gasometers in einem Änderungsverfahren in die Wege leiten, die alle denkmalrechtlichen Bedenken, insbesondere des Landesdenkmalrates und anderen Behörden ignoriert. Das Landesdenkmalamt hat 2009 bereits unter erheblichen Bedenken einer möglichen Innenbebauung des Gasometers nur bis zur Höhe des dritten Rings im B-Plan zugestimmt. Schon damals wurden zahlreiche Kritiken im B-Planverfahren bereits weggewogen. Jetzt soll in diesem geplanten Änderungsverfahren nochmals die Höhe des Innenbaus verändert werden. Ein Ring soll höher gebaut werden und ein Dachgeschoss kommt noch obendrauf. Im Gegenzug soll nun der Vorhabensträger die längst überfälligen Sanierungsarbeiten im Zuge der Innenbebauung übernehmen.

 „Es ist wichtig, endlich alle bereits geäußerten Bedenken u.a. des Landesdenkmalrates mit den bezirklichen Kompetenzen wie der Unteren Denkmalschutzbehörde abzugleichen und bereits jetzt in das Verfahren zu integrieren und öffentlich zu debattieren. Es kann nicht sein, dass hier alles getan wird, dem Bauhabenvorträger, ohne dass er je eine seiner Verpflichtungen nachgekommen ist, einen Vertrauensvorschuss zu gewähren und alle Bedenken des Denkmalschutzes ad acta zu legen“, so die stadtpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Christine Scherzinger. „Das wirkt doch sehr, als hätte der Vorhabenträger seine Vorstellungen, wie es immer war, gegenüber dem Bezirksamt durchgesetzt“. Dabei ist es so einfach: Indem sich das Bezirksamt die Bedenken des Landesdenkmalrates genauer ansieht sollte es als Verantwortlicher zum Schluss kommen, auch im Sinne der Nachbarschaft zu handeln und seine Planungen überdenken. Zahlreiche Nachbarn haben ihre denkmalschutzrechtlichen Bedenken ebenfalls in einer Online-Petition mit fast 3000 Stimmen zum Ausdruck gebracht.“