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Präventives Rattenmanagement in Tempelhof-Schöneberg

Katharina Marg & Harald Gindra

Die BVV ersucht das Bezirksamt bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass ein integriertes, tierschutzorientiertes und giftreduziertes Rattenmanagement entwickelt und umgesetzt wird. Der Rattenbefall soll nachhaltig reduziert werden.

Dafür ist ein Konzept vorzulegen, das Prävention, Monitoring, Bekämpfung, Nachkontrolle und Öffentlichkeitsarbeit miteinander verbindet. 

Die Möglichkeit zur Meldung[1] an das Bezirksamt soll bekannter gemacht werden. Ratten-Hotspots müssen systematisch erfasst, ausgewertet und kontrolliert werden. 

Ein Monitoring, wie in Stuttgart[2] soll geprüft werden, um Maßnahmen gezielt einzusetzen. 

Es soll ein Pilotprojekt zur Fertilitätskontrolle geprüft werden, orientiert an internationalen Beispielen[3].

Insbesondere auch private Vermieter und Immobilienkonzerne, bei denen die Müllanlagen sehr vernachlässigt sind, müssen in die Pflicht genommen werden durch bauliche Prävention, Habitat-Management und verbesserte Müllräume und -plätze hygienische Missstände zu beseitigen. Dies ist durch Kontrollen sicherzustellen.

Begründung

Ratten treten besonders dort auf, wo sie Nahrung, Wasser und geschützte Nistplätze finden. Um Gesundheitsgefahren wie, Hantavirus-Infektionen (grippeähnliche Symptome, Nierenprobleme), Salmonellose, Tuberkulose, Ruhr und Trichinose vorzubeugen braucht es ein wirksames kommunales Rattenmanagement. Dies muss die Ursachen in den Mittelpunkt stellen. Dazu gehören insbesondere Abfälle, Essensreste, offene Müllbehälter, wilde Müllablagerungen, Tierfütterung und bauliche Mängel. Der Einsatz von Rodentiziden kann im Einzelfall notwendig sein, sollte aber nicht zum Standardinstrument werden. Giftköder lösen die Ursachen des Problems nicht dauerhaft und können Risiken für Haustiere, Wildtiere, Greifvögel, Gewässer und die Umwelt mit sich bringen. Viele Städte setzen daher inzwischen auf ein integriertes und giftreduziertes Vorgehen. Dazu gehören digitale oder regelmäßige Befallserfassung, Hotspot-Analysen, rattenfeste Abfallbehälter, bessere Reinigung, bauliche Prävention, Öffentlichkeitsarbeit und ein gezielter Einsatz von Bekämpfungsmitteln.

 


[1]https://service.berlin.de/dienstleistung/328343/standort/328782/

[2]https://www.stuttgart.de/leben/gesundheit/infektionsschutz/rattenmanagement/

[3]https://www.npr.org/2025/11/01/nx-s1-5584119/rats-birth-control-rodents

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