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Kaiser-Wilhelm-Passage mit öffentlicher Beteiligung weiterentwickeln

Harald Gindra

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die BVV empfiehlt dem Bezirksamt sich frühzeitig mit den Eigentümern der Kaiser-Wilhelm-Passage in Schöneberg in Verbindung zu setzen, um gemeinwohlorientierte Interessen bei Modernisierungsplänen einzubringen. 

Im Austausch mit dem Eigentümer sollten Fragen, wie der Erhalt von Gesundheitsver­sorgungs-Einrichtungen (Arztpraxen und andere medizinische Angebote), Bestandsschutz von kleinteiliger Ladenstruktur mit moderaten Mieten und Entwicklung von zusätzlichen Quartiersangeboten im Zentrum stehen. Der Eigentümer sollte dafür gewonnen werden, in öffentlichen Formaten Pläne vorzustellen und den Anwohnenden des Akazien- und Feurigkiezes Beteiligungsmöglichkeiten zu geben.

Begründung

Seit Anfang 2025 hat die Kaiser-Wilhelm-Passage neue Eigentümer, die in dem Projekt „Wertsteigerungspotenziale“ sehen. Wegen der Bedeutung des Stadtteilzentrums und seines breiten Angebotsspektrums betreffen konkrete Modernisierungsmaßnahmen einer „Value-Add-Strategie“ vielerlei Interessen der Bevölkerung im Quartier. Daher ist es wichtig, dass sich öffentliche Interessen über das Bezirksamt und Beteiligung der Anwohnenden / Kunden gegenüber dem Eigentümer formulieren. Bereits im angrenzenden Akazienkiez werden negative Veränderungen in der kleinteiligen Gewerbestruktur wahrgenommen. Um so wichtiger daher, dass das Schöneberger Stadtteil-Einkaufzentrum seine vielfältige Angebotsstruktur behält.

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