Bolzplatz in Lichtenrade nicht vermüllen lassen – Raum für Sport & Jugend
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Bezirksverordnetenversammlung empfiehlt dem Bezirksamt, den abgeschlossenen und vermüllten Bolzplatz in der Großziethener Str. 78 – 82 für junge Menschen und den Sport endlich wieder zugänglich zu machen und instand zu setzen.
Die Bezirksverordnetenversammlung befürwortet zu diesem Ziel die Rekommunalisierung der privaten Fläche zum Nutzen des Gemeinwohls und um weiteren Schaden abzuwenden.
Begründung
Der Bolzplatz vermüllt zusehens. Der Platz gehört dem luxemburgischen Immobilienkonzern Adler Group. Adler lässt den Platz, der direkt am Volkspark Lichtenrade liegt einfach verkommen. Laut der Kleinen Anfrage 0587/XXI könne das Bezirksamt „keine Auskünfte über die diesbezügliche Planung geben.“ Gleichzeitig wäre es wichtig den Platz für dringend benötigte Kinder- und Jugendangebote und Sport freizugeben. Für viele Erwachsene war der Bolzplatz DER Ort ihrer Jugend, an dem sie sich sportlich betätigen, Freund:innen treffen, sich sportlich ausprobieren, demokratische Werte wie Mitbestimmung, Fairness, Respekt, Verantwortung und Kooperation unmittelbar erleben und einüben konnten.
Für mehr Sicherheit: In Lichtenrade liegt der Platz brach, ist mit Ketten verriegelt und es liegt Müll rum (siehe Bild 1). Vermüllte Orte wirken ungepflegt und verlassen. Dadurch fühlen sich die Leute dort unsicher oder meiden diese Bereiche. Schädlinge, wie Ratten werden angezogen. Wenn ein Ort bereits dreckig ist, kommt oft weiter Müll dazu.* So ist es auch mit dem Bolzplatz an der Großziethener Straße 78 – 82.
Im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) des Quartiersmanagements Nahariyastraße heißt es zur Förderung von Gesundheit und Bewegung im Kiez
u.a. als Handlungsansatz: „Qualifizierung der Bolzplätze im Quartier, u.a. durch Kommunalisierung einer Fläche und Erstellung eines Funktionsbaus (Kleingruppenraum, WC, Büro, Lager) in kommunaler oder freier Trägerschaft“ (S. 18, IHEK[1], 2022). Dieses Ziel muss in den Fokus rücken.
*In einer früheren Version war vom Broken-Windows-Effekt die Rede - besser ist stattdessen die Collective-Efficacy-Theorie nach Sampson, wonach es darauf ankommt, ob Menschen sich verbunden und für ihre Umgebung mitverantwortlich fühlen.
[1]https://www.qm-nahariyastrasse.de/fileadmin/user_upload/2022/IHEK_2022/22-06-09_QM_Nahariya_IHEK-2022.pdf

