Bei Glatteis die Verkehrswege flächendeckend sichern
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:
Die BVV ersucht das Bezirksamt dafür zu sorgen, dass im Bezirk ausreichend Sand und Split für die Streuung bei Glatteis zur Verfügung steht und die Streuung auch erfolgt. Der Winterdienst ist so zu priorisieren, dass bei Schnee und Eis zuerst die wichtigsten Gehwege, Radwege sowie Zugänge zum ÖPNV (insbesondere zu Haltestellen und Schulen) geräumt und gestreut werden.
Begründung
Nach 16 Jahren gab es in Berlin mal wieder vermehrt Glatteis, auf das die Kommunen offensichtlich nicht vorbereitet waren. Und das ist das Problem, dass mit Split und Sand nicht ausreichend gestreut wurde, oder werden konnte. Anstatt in Aktionismus zu verfallen, dass Tausalz jetzt die Lösung wäre, sollten besser und das auch von den Eigentümern, Vorräte von Sand und Split angelegt werden. Der Schaden mit Tausalz ist für die Umwelt, Grundwasser und Bausubstanz ist größer als der Nutzen. Internationale Best Practices zeigen, dass eine solche Priorisierung (z. B. in Schweden im Rahmen „gender-equal snow clearing“ und in Finnland, u. a. Oulu/Helsinki) die Verkehrssicherheit und Erreichbarkeit im Alltag erhöht, weil die ungeschützten Wege von Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV-Zugänge bei Glätte besonders schnell riskant und für ältere Menschen lebensbedrohlich bei Knochenbrüchen werden.
Der Antrag als Vorgang in der Bezirksverordnetenversammlung findet sich unter diesem Link: 1921/XXI - Antrag - Bei Glatteis die Verkehrswege flächendeckend sichern
