Auf jedes Haus gehört ein Dach – Eigentümern energisch „auf das Dach steigen“

Harald Gindra

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt, schnellstmöglich mit allen rechtlichen Möglichkeiten die unhaltbare Wohnsituation in der Luitpoldstraße 23 zu verbessern. Dazu gehören die Durchsetzung von erlassenen Anordnungen, gegebenenfalls Ersatzvornahmen oder auch Ankaufoptionen durch öffentliche Gesellschaften bzw. Treuhänder.

Die fortschreitende Schädigung des Hauses mit drohender Unbewohnbarkeit wegen Wassereintritt, Frostschäden und Schimmelbildung duldet keinen Aufschub mehr.

Begründung

Vor über zwei Jahren wurde an diesem Wohngebäude das ursprüngliche Dach abgetragen, um den Dachstock auszubauen. Seitdem ist das Haus nur mit provisorischen Planen abgedeckt, was immer wieder zu starken Wassereinbrüchen führte. Mittlerweile sind auch die Regenrinnen abgebaut. Die Decke der oberen Wohnungen und das Mauerwerk sind bei Regen regelmäßig eindringendem Wasser ausgesetzt. Dadurch vergrößern sich fortlaufend die Schäden und die Beeinträchtigung der Bewohner:innen. Erste Wohnungen sind bereits gesperrt und für unbewohnbar erklärt worden. Angesichts des Berliner Wohnungsnotstands hätte gegen diese Vernachlässigung und die drohende Unbewohnbarkeit weiterer Wohnungen schon längst energischer vorgegangen werden müssen. 

Der Antrag als Vorgang in der Bezirksverordnetenversammlung findet sich unter diesem: 1875/XXI - Antrag - Auf jedes Haus gehört ein Dach – Eigentümern energisch „auf das Dach steigen“