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Markt an der Crellestraße/Kulmerstraße: Günstige Nahversorgung muss erhalten bleiben

Das Bezirksamt verkündete am 20. Januar 2021, dass die Markttage am 23. und 30. Januar an der Crellestraße/Neue Kulmerstraße entfallen. Begründung: „Aufgrund des starken Kundenandranges konntendie vorgeschriebenen Abstands-bzw. Kontaktregelungen sowie die Maskenpflicht nicht eingehalten und die Situation nicht kontrolliert werden“.

Ob im Bezirk vorher nach anderen Lösungen gesucht wurde, auch gemeinsam mit den Marktbetreibern, dasist nicht bekannt. Ebenso wenig ist bekannt, ob der Bezirk Strategien entwickelt, wie der Zugang zugünstigen Lebensmitteln dort im Schöneberger Norden in Zukunft gewährleistet werden soll. Dieser Markt gehört zu den wenigen Wochenmärkten in Berlin, die noch sehr günstige Lebensmittel anbieten und bislang deutlich teureren Angeboten nicht weichen musste. Der hohe Andrang spiegelt den großen Bedarf und die Angewiesenheit der Menschen auf günstige Nahrungsmittel.

Die stadtpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Christine Scherzinger, sagt dazu sehr deutlich: „Wirmüssen gerade in diesen Zeiten, in denen die Akzeptanz von politischen Entscheidungen und Verwaltungshandeln schwindet und die Existenzsorgen vieler Menschen größer werden, die soziale Frage inden Mittelpunkt unseres politischen Handelns stellen. Top-Down Verbote helfen niemandem, sondern fördern Misstrauen und Politikverdrossenheit.“

Scherzinger weiter: „Gespräche mit den Verantwortlichen des Marktes sollten dringend gesucht werden,um kooperativ Lösungen für die Bewohner:innen und für die Händler:innen zu finden. Medizinische Masken müssen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Bezirksamt sollte nun diese Woche nutzen, um eine Lösung zu finden. Die günstige Versorgung muss im Schöneberger Norden erhalten und dauerhaft sichergestellt werden.“

Die Linksfraktion unterstützt die Inhalte des fundierten und sachlichen Beitrags der Quartiersrätin Cordula Mühr mit dem Titel „Gedanken zum Lockdown-Beschluss des Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg für den Crellemarkt“, der auf der Internetseite desQuartiersrats Schöneberger Norden am 25. Januar erschienen ist (vgl.https://www.schoeneberg-nord.de/blog/.)

Wir brauchen eine Politik, die die Menschen ernst nimmt und mit Ihnen gemeinsam die Herausforderungen der Pandemie-Situation gestaltet, nicht gegen sie.