Wie gesichert sind die Ateliers in der Ringstraße 66/67 in Mariendorf

Elisabeth Wissel

1. Frage Gibt es mit den Nutzerinnen und Nutzern, die in großer Unsicherheit über die zukünftige Nutzung der 11 Ateliers sind, Gespräche oder sind Gespräche vorgesehen, wenn ja, wann? 

Antwort auf 1. Frage Das Bezirksamt hat zu diesem Thema mehrere Anfragen von Künstlerinnen und Künstlern erhalten, nimmt das Thema ernst und beantwortet diese selbstverständlich. Allerdings liegt die Zuständigkeit für die Ateliers in der Ringstraße nicht beim Bezirk, sondern beim Land Berlin im Rahmen des Arbeitsraumprogramms der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Darauf wird auch in den Antwortschreiben hingewiesen. 

2. Frage Welche Initiativen gibt es bisher vom Bezirksamt, wie diese Bestandsateliers nach Oktober 2026, ohne die Künstlerinnen und Künstler mit einer verdreifachten Miete zu ruinieren, weiter existieren können?

Antwort auf 2. Frage 2 Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg selbst fördert künstlerisches Schaffen seit vielen Jahren. In der Kyffhäuserstraße unterhält der Bezirk hierfür ein zentral gelegenes Atelierhaus mit über 30 Arbeitsräumen. Für die übrigen, öffentlich geförderten Atelierstandorte in Tempelhof-Schöneberg liegt die Zuständigkeit beim Land Berlin im Rahmen des Arbeitsraumprogramms der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Im Rahmen der Bezirksstadträterunde Kultur wurde das Thema „Sicherung von Ateliersstandorte“ gegenüber dem zuständigen Senat allerdings auch angesprochen. In die Vertragsverhältnisse mit privaten Vermietern kann das Bezirksamt nicht eingreifen. 

1. Nachfrage Wird sich das Bezirksamt, gemäß der aktuellen Förderrichtlinien für eine moderate Miete ab Oktober 2026 für die Künstlerinnen und Künstler einsetzen? 

Antwort auf 1. Nachfrage Auf das Atelierprogramm des Landes hat der Bezirk wenig Einfluss. Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (bbk) macht sich für den Erhalt von Ateliers und gegen Kürzungen stark. Weitere Informationen dazu sind auf der Website www.bbk kulturwerk.de/atelierbuero-infos-und-statements zu finden. Darüber hinaus hat das Bezirksamt das Thema, wie in Antwort zu Frage 2 erwähnt, gegenüber dem Senat adressiert. 

2. Nachfrage Sind weitere Ateliers im Bezirk von existenzbedrohenden Mieten betroffen, wenn ja, welche? 

Antwort auf 2. Nachfrage Ähnliche, teils gleichlautende Schreiben wie zur Ringstraße hat das Bezirksamt von Künstlerinnen und Künstlern bekommen, mit Adressen in der Tromsöer Straße, Teilestraße, Belziger Straße, Schönstedtstraße u.a. Auch hier liegt wie in Antwort zu Frage 1 erwähnt, die Zuständigkeit bei der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Kulturhaus Kyffhäuserstraße, das der Bezirk unterhält, ist in seiner Nutzung grundsätzlich nicht gefährdet.

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