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Moratorium zur Verlagerung des Wenckebach-Klinikums

Antrag, BV Elisabeth Wissel, Fraktion DIE LINKE

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die BVV ersucht das Bezirksamt bei den zuständigen Stellen des Senats und bei Vivantes den schon begonnenen Umzug von Stationen und Bereichen ins Auguste-Viktoria-Klinikum sofort zu stoppen, da die dafür nötigen Strukturen zur sicheren Patient:innen-Versorgung sowie die finanzielle Unterstützung von Senatsseite nicht gesichert sind.

Begründung:

Die Stationen und Bereiche im Wenckebach-Klinikum sind miteinander verzahnt und voneinander abhängig. Teilverlagerungen zerstören die Klinik als Ganzes und zwar weit vor dem anvisierten Schließungstermin 2028. Die von Vivantes geplante Schließung des WBK wird sowohl politisch als auch finanziell bis jetzt von keinem politischen Gremium in Berlin befürwortet, trotzdem versucht Vivantes auf die Schnelle und in der Corona-Krise Tatsachen zu schaffen.

Es wurde auch eine Petition an den Vivantes-Aufsichtsrat mit über 4.600 Unterschriften eingereicht, auf die es noch keine Antwort gibt. Rettungsstelle, Intensivstation und weitere Stationen / Abteilungen stehen vor dem Umzug ins AVK, ohne dass dort ausreichend Räumlichkeiten und Personal für eine sichere und adäquate Patient:innenversorgung vorhanden sind.

Aufgrund der Situation haben und werden viele Pflegekräfte das Klinikum verlassen. Die Rettungsstelle des AVK ist jetzt schon immer überfüllt. Lange Wartezeiten für Patient:innen in Not- und Aufnahmesituationen sind die Folge. Nicht nur die Anwohnenden und viele, die mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des WBK gezeichnet haben, auch viele Arzt- und Physiotherapie-Praxen wollen das Wenckebach-Klinikum am Standort erhalten. Anbau- und Neubau können auch dort auf dem Gelände durchgeführt werden, statt An- und Neubau im AVK und der Absicht eine Großklinik mit Spezialabteilungen zu errichten. Die Peu-á-peu- Schließung muss sofort gestoppt werden und mit den Verantwortlichen muss über die Erforderlichkeit des WBK gesprochen werden.

Berlin, den 15.03.2020

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