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Linksfraktion Tempelhof-Schöneberg erklärt sich solidarisch mit den Jugendeinrichtungen Potse und Drugstore

In der Nacht vom 15. auf den 16. September 2018 kam es in den Jugendzentren Potse und Drugstore zu einem drastischen Polizeieinsatz mit einer Hundertschaft, nachdem bereits das angemeldete und friedliche Festival der Jugendlichen anlässlich ihres 46. Geburtstags beendet war. Die selbstverwalteten Kollektive leisten wertvolle sozialpädagogische Arbeit in Nord-Schöneberg. Anlass des Polizeieinsatzes waren Anrufe, die nachts dem vom Unternehmen rent24 gemieteten Gebäudeteil getätigt wurden.

Es ist scheinbar das Geschäftsmodell von rent24, viel Rendite und Gewinn zu machen, indem die Geschäftsräume zum Wohnen vermietet werden. Die Nutzungskonflikte spitzen sich entsprechend zu. Die Polizei hielt es laut Aussagen des verantwortlichen Einsatzleiters für eine geeignete Strategie das Festival früh morgens zu stürmen, junge Menschen danach nur mit Begleitung durch die Polizei ihre Sachen holen zu lassen und ihre Personalien festzustellen. Mit ihrem massiven Aufgebot riskierte die Polizei eine Panik und ging damit in die direkte Konfrontation.

 

Die Bezirksverordneten Katharina Marg und Martin Rutsch, die beide während des Polizeieinsatzes vor Ort waren, erklären:

,,Die Provokation von Polizeieinsätzen scheint für rent24 ein probates Mittel geworden zu sein, um die Jugendlichen aus ihrem Jugendzentrum zu vertreiben. Hier haben wir es mit einem Paradebeispiel von Gentrifizierung und Klassenkampf zu tun. Unsere Fraktion steht weiterhin hinter Potse und Drugstore und wir fordern, dass rent24 sowie die Eigentumsgesellschaft der Potsdamer Straße 180 die Jugendzentren in Ruhe lassen.ˮ

 

Linksfraktion Tempelhof-Schöneberg

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