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Ein Frauengesundheitsbericht für Tempelhof-Schöneberg fortschreiben

Antrag, BV Katharina Marg, LINKE

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, den Frauengesundheitsbericht fortzuschreiben und hierbei einen besonderen Schwerpunkt auf die Auswirkungen der Pandemie zu setzen. Zusätzlich sollte der Bericht eventuelle Doppelbelastungen, die gesellschaftliche Benachteiligung hervorrufen, identifizieren und untersuchen (z.B. Fehlende Teilhabe, Behinderung, Migrationsgeschichte, Alleinerziehend-Sein, prekäre Beschäftigung, Armut etc.). Der Bericht soll an Themen und Ergebnisse des Ausschusses für Frauen, Queer und Inklusion anknüpfen. Bestehende bezirkliche Angebote sollen einbezogen und Schwerpunkte gesetzt werden.  

Begründung:

Besonders Frauen mussten unter der Doppelbelastung der Pandemie leiden, z.B. durch oft schlechtere Bezahlung oder prozentual stärker belastete Jobs während der Krise (Kassiererin, Pflegekraft, Erzieherin etc.). Auch die Kinderbetreuung hat prozentual Frauen stärker belastet. Unter Anstieg häuslicher Gewalt leiden vor allem Frauen. Die Folgen sind physische und psychische Erkrankungen.

Derzeit gibt es in Tempelhof-Schöneberg zu wenige aktuelle gesammelte Erfassungen, Statistiken oder Berichte, die sich diesem Problem nähern. Der letzte Frauengesundheitsbericht ist laut Internetseite 2015 angefertigt worden[1]. Der Frauengesundheitsberichts soll die Problemfelder identifizieren und gezielte Gegenmaßnahmen entwickeln. Es ist notwendig einen Überblick zu gewinnen, um den Bedarf zu kennen und bereits vorhandene Angebote besser koordinieren zu können. Es gilt konkret Angebote für Frauen vorzubereiten und gesellschaftliche Benachteiligungen auszugleichen, ohne Frauen ausschließlich über ihre Rolle als Mütter wahrzunehmen. Diese Aufgabe kann nur als Querschnittsaufgabe funktionieren.

 


[1]

www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/_assets/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/qualitaetsentwicklung-planung-und-koordination-des-oeffentlichen-gesundheitsdienstes/datenzurfrauengesundheitkurzversionbarrierefrei08-2015.pdf