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Elisabeth Wissel

BVV: 17. Januar 2018

Seit 1956 ist Ludwig Heck, öffentlich bekannt als überzeugter Nazi, Namensgeber einer Mariendorfer Grundschule. Erst jetzt wird es eine Distanzierung von diesem Menschen geben, der all die Jahre von den bürgerlichen Parteien geduldet wurde.  Einer/m Kommunistin/en wäre diese Ehrung niemals zugute gekommen...In einem Antrag fordern SPD und Grüne, dass sich der Bezirk und die Schule auf der Homepage explizit von Ludwig Heck distanzieren. Auch eine Hinweistafel an der Schule soll das „Leben und nationalsozialistische Gedankengut sowie Wirken Hecks aufarbeiten.“ Was wir natürlich als LINKE unterstützen. Der Anstoß für eine Namensänderung kam offensichtlich (u.a.) von außerhalb Berlins, was auch noch mal ein Armutszeugnis für den Bezirk und die Schule bedeuten würde. Ein Institut für Kunst und Forschung aus München und dem Forum Kritische Psychologie e.V. Den Namensvorschlag, Sara-Kaba, von den beiden Instituten, hätten wir gerne für die Schule gehabt. Wir haben jedoch unseren Antrag dazu im Dezember zurückgezogen, da uns gesagt wurde, es gäbe von der Schule selbst schon einen Vorschlag, nämlich Mascha-Kaleko-Grundschule, was wir auch gut finden. Unerhört in der BVV-Debatte am Mittwoch war die scheinheilige Empörung der AfD, zum derzeitigen Namensgeber, die die BVV gleich in Geschichte belehren wollte. Diese nach außen gespielte Kritik und Distanzierung ist nicht ernst zu nehmen, da sie an anderer Stelle Judenmorde verharmlosen und gegen Menschen, die hier Asyl suchen massiv auftreten. Ein Teil dieser Partei hat mit Sicherheit kein Problem mit Ludwig Heck.

Elisabeth Wissel